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Meine erste eigene App – DigiReg ST ist jetzt im Google Play Store
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Meine erste eigene App – DigiReg ST ist jetzt im Google Play Store


Eine eigene App veröffentlichen – das stand schon lange auf meiner Liste. Nicht aus großem Ehrgeiz, sondern weil es einfach immer ein Ziel war: einmal etwas bauen, das andere wirklich benutzen können. Jetzt ist es fast soweit: DigiReg ST befindet sich aktuell in der Testphase im Google Play Store und steht kurz vor der offiziellen Veröffentlichung.

Der Plan, der nie umgesetzt wurde

Seit Jahren denke ich: Irgendwann baue ich mal eine App. Nicht unbedingt den Riesenhit (auch wenn das sicher toll wäre) – einfach etwas Sinnvolles. Als Softwareentwickler hat man zumindest die technischen Anlagen dafür – zumindest theoretisch. Denn mit mobiler App-Entwicklung hatte ich bisher kaum Berührungspunkte eigentlich nur als Benutzer. Mein Alltag als Entwickler spielt sich woanders ab. Was also auch fehlte: der konkrete Einstieg. Und die Zeit.

Und dann ist da noch das Projekt selbst. Das Digitale Register – die offizielle Schulplattform für Südtiroler Schulen – hatte ich schon länger auf dem Radar. Es gab eine inoffizielle App dafür, Open Source auf GitHub. Ich hatte sie mir ein paarmal angeschaut, wollte eigentlich mal reinschauen, vielleicht etwas beitragen oder erweitern. Aber auch hier: nie die Zeit gefunden. Das Projekt ist dann irgendwann eingeschlafen und wurde nicht mehr weiterentwickelt.

Zwei Kinder in der Schule – und plötzlich wird es ernst

Was sich geändert hat? Zwei meiner Kinder gehen jetzt in die Schule. Und damit wird das Digitale Register auf einmal Alltag.

Das Problem: Die offizielle Website ist nicht gerade für den schnellen Check zwischendurch gemacht. Einloggen, navigieren, die richtige Ansicht finden – das kostet Zeit, die man morgens mit den Kindern einfach nicht hat. Man will einfach kurz sehen: Was steht heute an? Gibt es Hausaufgaben? Irgendwelche Mitteilungen?

Die alte inoffizielle App hatte dies großteils geliefert – aber die gibt es seit kurzem nicht mehr. Keine Updates, Stillstand.

KI als Türöffner

Was mich bisher immer gebremst hat bei App-Projekten: der Aufwand. Die Fertigkeiten mir das ganze Wissen in meiner Freizeit anzueignen fand ich immer wieder wie eine überwältigend hohe Hürde. Sie war so hoch dass mich der Mut dieses Projekt anzugehen und hier weiterzuentwickeln immer wieder verlassen hat.

Diesmal bin ich es anders angegangen. Mit KI-Unterstützung – konkret mit Claude – bin ich das Projekt Schritt für Schritt angegangen. Anfangs nur als Test ob das funktionieren könnte, habe ich immer ein bisschen mehr gemacht. Bis es schlussendlich zu einer recht stabilen Arbeitsweise geworden ist zwischen Planen, Coden, Testen und Veröffentlichen mit KI.

Schritt für Schritt zur fertigen App

Das Projekt startete als modernisierter Fork der alten App. Vieles war technisch veraltet. Ich habe es nicht auf einmal umgebaut, sondern iterativ: ein Bereich nach dem anderen, immer mit dem Ziel dass die App nach jedem Schritt noch funktioniert.

Was als „mal kurz anschauen” begann, wurde zu einem echten Projekt. Der Fokus lag dabei weniger auf der Oberfläche – die habe ich bisher kaum angefasst – sondern auf dem, was unter der Haube passiert: Abhängigkeiten aktualisiert, Architektur bereinigt, den Code auf einen Stand gebracht der sich weiterentwickeln lässt. Irgendwann war die App stabil genug, dass ich sie selbst täglich benutzt habe. Und wenn man etwas selbst täglich benutzt, dann ist die Veröffentlichung eigentlich nur noch eine logische Konsequenz.

Was die App kann

DigiReg ST ist ein inoffizieller Client für das Digitale Register Südtirol – also die Plattform die Schulen in Südtirol für Unterrichtsverwaltung, Mitteilungen und Noten nutzen. Die App macht den Zugriff darauf mobil und schnell: ohne Umwege, ohne die volle Website aufrufen zu müssen.

Sie ist kostenlos, ohne Werbung, ohne versteckte Kosten. Und sie ist das, was ich selbst als Elternteil brauche.

Was ich mitgenommen habe

Dieses Projekt war für mich mehr als eine App. Es war ein Test – für KI-gestützte Entwicklung, für meinen eigenen Ansatz als Entwickler und dafür, was in der begrenzten Zeit möglich ist die nach Familie und Beruf noch übrigbleibt.

Das Fazit nach diesem ersten Projekt: KI macht Dinge möglich die vorher an der Zeit gescheitert wären. Nicht weil sie alles ersetzt, sondern weil sie den Anlauf deutlich kleiner macht. Man startet schneller, kommt schneller in den Flow – und bleibt dabei weil man Ergebnisse sieht und weil die KI als Sparringspartner dient.

DigiReg ST ist der Startschuss – für mich persönlich und für WertWerk. Die Idee dahinter: nützliche Dinge bauen, die im echten Alltag helfen. Ob das weitere Apps werden, kleine Tools oder etwas ganz anderes – ich weiß es noch nicht. Aber das Gefühl, etwas fertiggestellt und veröffentlicht zu haben, macht definitiv Lust auf mehr.

Hast du eine Idee für etwas das fehlt, nervt oder einfach besser sein könnte? Ich freue mich über Vorschläge – egal ob für DigiReg ST oder für ein ganz neues Projekt. Einfach melden. 👋

Mehr Details zur App gibt es auf der Projektseite von DigiReg ST.